Review: Ghostface in der Roten Fabrik

Beim Ankommen in der Roten Fabrik stach als Erstes ins Auge, dass die Location wider Erwarten nicht gerade zum Bersten voll war, was angesichts des Kultstatus, den Ghostface immer noch oder sogar mehr wie je geniesst, eher überraschte.
Als nach einer längeren Wartezeit – die DJ K-Rim mit einem exzellenten 90s-Set überbrückte – die Legende im purpurnen Bademantel und seine Theodore Unit endlich auftauchten, hatte sich aber die Halle schon ziemlich gefüllt. Dementsprechend schnellte der Stimmungspegel umgehend in die Höhe, nachdem Ghostface und Co. ohne grosses Simsalabim losgelegt hatten.
Geboten wurde eine abwechslungsreiche Mischung aus Songs von seinen mittlerweile fünf Soloalben, ein paar Theodore-Unit-Tracks und zwei oder drei Wu-Klassikern wie Ice Cream und C.R.E.A.M. Glücklicherweise wurde auf langweilige Monologe verzichtet und ohne grosse Pausen Track an Track aneinander gereiht. Ghost’s (zwar etwas gar omnipräsente) Weed Carriers schlugen sich ganz gut und beschränkten sich nicht auf Ad-Libs und Rumgehopse, sondern unterstützen ihren Chef mit teils beachtlichen Verses, vor allem der White Boy, der erstaunlicherweise überzeugender war als Trife. Ich muss bei Gelegenheit mal herausfinden, wie sein Name lautet.
Abstriche mussten leider beim Sound gemacht werden, der eher schlecht abgemischt war und unter den lauten Vocals etwas unterging. Auf den kleinen Freestyle Contest mit einigen anwesenden Lokalmatadoren hätte ich auch verzichten können. Ansonsten erlebte Zürich eine grossartige Show mit einem Ghostface in Hochform und einem begeisterten, ziemlich jungen Publikum, das sicherlich auch beim nächsten Mal dabei sein wird.

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